Listen "557 Der Chef muss der dööfste sein"
Episode Synopsis
Die Chefs müssen die dümmsten Leute im Unternehmen sein
Diese Aussage klingt provokant – aber sie trifft den Kern eines weit verbreiteten Führungsproblems. Lassen Sie mich erklären, warum gute Führungskräfte fachlich nicht die Besten sein sollten.
Das klassische Beförderungsdilemma
In den meisten Unternehmen läuft es immer gleich ab: Die beste Fachkraft wird zur Führungskraft befördert. Damit verliert das Unternehmen seinen besten Fachexperten und gewinnt häufig eine schlechte Führungskraft. Denn die neue Führungskraft verlässt den Job, in dem sie gut war und erhält einen völlig neuen Job, für den sie meist nicht ausgebildet wurde.
Das Ergebnis? Ein fachliches Genie muss plötzlich Urlaubsscheine sortieren und Reisekostenabrechnungen gegenzeichnen. Gleichzeitig wird die entstandene fachliche Lücke durch einen weniger erfahrenen Mitarbeiter gefüllt.
Die Tintenfisch-Falle
Wenn der Chef fachlich der Beste ist, entsteht eine “Kraken-Organisation”: Ein Gehirn mit acht Armen. Alle kritischen Entscheidungen laufen über den Chef, er muss bei jedem wichtigen Meeting dabei sein und jede komplexe Aufgabe läuft über seinen Schreibtisch.
Die Konsequenzen sind fatal:
Ein enormer Flaschenhals entsteht
Bei Abwesenheit des Chefs steht alles still
Das Team wird abhängig und unselbstständig
Andere Führungsaufgaben kommen zu kurz
Was gute Führung wirklich bedeutet
Der Job einer Führungskraft ist es nicht, die Arbeit zu machen, sondern die Arbeit zu organisieren. Wie Professor Dr. Fredmund Malik es formuliert: “Ressourcen in Ergebnisse zu verwandeln” – das ist Führung.
Eine gute Führungskraft braucht fachliches Grundverständnis, ja. Aber sie soll nicht das Fachgenie sein. Wenn eine schwere Fachfrage kommt, soll niemand auf die Idee kommen, den Chef zu fragen. Dafür gibt es die Fachexperten im Team.
Die richtige Rollenverteilung
In einer gesunden Organisation läuft es so:
Harte fachliche Probleme gehen an die Fachexperten
Organisationsfragen, Budgets und strategische Entscheidungen landen beim Chef
Jede Hierarchieebene wird fachlich “dümmer”, aber organisatorisch kompetenter
Der Abteilungsleiter muss weniger fachliche Tiefe haben als seine Teamleiter – dafür aber mehr organisatorisches Verständnis. Sonst wird er wahnsinnig beim Versuch, gegen komplette Fachteams zu konkurrieren.
Das Erfolgsgeheimnis
Die besten Unternehmen sind die, in denen die Mitarbeiter über ihren Chef sagen: “Der hat ja keine Ahnung von der Facharbeit.” Und das ist gut so! Denn dieser Chef konzentriert sich auf das, was wirklich seine Aufgabe ist: Menschen zu führen, Ressourcen zu organisieren und den Weg für sein Team freizumachen.
Führung und Fachexpertise sind zwei völlig unterschiedliche Jobs. Wer versucht, beides perfekt zu machen, wird in beiden Bereichen mittelmäßig bleiben.
Bleiben Sie in Führung
Ihr Olaf Kapinski
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Lesen Sie den kompletten Beitrag: 557 Der Chef muss der dööfste sein
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Hinweise zum Anmeldeverfahren, Versanddienstleister, statistischer Auswertung und Widerruf finden Sie in der Datenschutzerklärung.
Diese Aussage klingt provokant – aber sie trifft den Kern eines weit verbreiteten Führungsproblems. Lassen Sie mich erklären, warum gute Führungskräfte fachlich nicht die Besten sein sollten.
Das klassische Beförderungsdilemma
In den meisten Unternehmen läuft es immer gleich ab: Die beste Fachkraft wird zur Führungskraft befördert. Damit verliert das Unternehmen seinen besten Fachexperten und gewinnt häufig eine schlechte Führungskraft. Denn die neue Führungskraft verlässt den Job, in dem sie gut war und erhält einen völlig neuen Job, für den sie meist nicht ausgebildet wurde.
Das Ergebnis? Ein fachliches Genie muss plötzlich Urlaubsscheine sortieren und Reisekostenabrechnungen gegenzeichnen. Gleichzeitig wird die entstandene fachliche Lücke durch einen weniger erfahrenen Mitarbeiter gefüllt.
Die Tintenfisch-Falle
Wenn der Chef fachlich der Beste ist, entsteht eine “Kraken-Organisation”: Ein Gehirn mit acht Armen. Alle kritischen Entscheidungen laufen über den Chef, er muss bei jedem wichtigen Meeting dabei sein und jede komplexe Aufgabe läuft über seinen Schreibtisch.
Die Konsequenzen sind fatal:
Ein enormer Flaschenhals entsteht
Bei Abwesenheit des Chefs steht alles still
Das Team wird abhängig und unselbstständig
Andere Führungsaufgaben kommen zu kurz
Was gute Führung wirklich bedeutet
Der Job einer Führungskraft ist es nicht, die Arbeit zu machen, sondern die Arbeit zu organisieren. Wie Professor Dr. Fredmund Malik es formuliert: “Ressourcen in Ergebnisse zu verwandeln” – das ist Führung.
Eine gute Führungskraft braucht fachliches Grundverständnis, ja. Aber sie soll nicht das Fachgenie sein. Wenn eine schwere Fachfrage kommt, soll niemand auf die Idee kommen, den Chef zu fragen. Dafür gibt es die Fachexperten im Team.
Die richtige Rollenverteilung
In einer gesunden Organisation läuft es so:
Harte fachliche Probleme gehen an die Fachexperten
Organisationsfragen, Budgets und strategische Entscheidungen landen beim Chef
Jede Hierarchieebene wird fachlich “dümmer”, aber organisatorisch kompetenter
Der Abteilungsleiter muss weniger fachliche Tiefe haben als seine Teamleiter – dafür aber mehr organisatorisches Verständnis. Sonst wird er wahnsinnig beim Versuch, gegen komplette Fachteams zu konkurrieren.
Das Erfolgsgeheimnis
Die besten Unternehmen sind die, in denen die Mitarbeiter über ihren Chef sagen: “Der hat ja keine Ahnung von der Facharbeit.” Und das ist gut so! Denn dieser Chef konzentriert sich auf das, was wirklich seine Aufgabe ist: Menschen zu führen, Ressourcen zu organisieren und den Weg für sein Team freizumachen.
Führung und Fachexpertise sind zwei völlig unterschiedliche Jobs. Wer versucht, beides perfekt zu machen, wird in beiden Bereichen mittelmäßig bleiben.
Bleiben Sie in Führung
Ihr Olaf Kapinski
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