Listen "Durations-Risiko wird zu wenig beachtet"
Episode Synopsis
Die Silicon Valley Bank-Pleite brachte es wieder einmal an den Tag: Das zu wenig beachtete Durations-Risiko. Bekanntlich hängt der Kurs festverzinslicher
Anleihen vom Marktzins ab. Steigen die Zinsen, fällt der Kurs der Anleihe, dader fixierte Kupon weniger attraktiv ist als jener der neu emittierten, höher verzinsten Anleihen. Das Ausmaß, mit dem eine Anleihe auf eine Marktzinsänderung reagiert, hängt unter anderem von der Restlaufzeit und der Kapitalbindungsdauer, der sogenannten Duration ab. Die Duration unterscheidet sich insofern von der Restlaufzeit einer Anleihe, als sie auch zwischenzeitliche Zahlungen, etwa ausbezahlte Zinserträge berücksichtigt und abzieht. Deshalb ist die Duration meist kürzer als die Restlaufzeit. Wenn die Zinsen schnell und stark steigen – so geschehen in den USA von null auf fünf Prozent – steigt auch das Durations-Risiko von Anleihen. Gerade in solchen Marktphase, sollte man besonders auf die Duration von Anleihen achten. Eine Duration von zwei bedeutet beispielsweise, dass der Wert einer Anleihe oder eines Anleihenfonds oder ETFS um zwei Prozent fällt, wenn die Zinsen um einen Prozent steigen. Ein Fonds oder eine Anleihe mit einer Duration von vier fällt bei einem Zinsanstieg um einen Prozent sogar um vier Prozent. Auch wenn man die Verluste nicht realisiert, weil man die Anleihe oder den Anleihen-Fonds oder ETF nicht vor der
Laufzeitende verkaufen möchte, in den Bilanzen scheinen die Kursverluste vor Laufzeitende auf - und genau das ist momentan das Problem vieler Banken, auch wenn sie die Verluste nicht realisieren.
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Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
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Foto: Unsplash
Anleihen vom Marktzins ab. Steigen die Zinsen, fällt der Kurs der Anleihe, dader fixierte Kupon weniger attraktiv ist als jener der neu emittierten, höher verzinsten Anleihen. Das Ausmaß, mit dem eine Anleihe auf eine Marktzinsänderung reagiert, hängt unter anderem von der Restlaufzeit und der Kapitalbindungsdauer, der sogenannten Duration ab. Die Duration unterscheidet sich insofern von der Restlaufzeit einer Anleihe, als sie auch zwischenzeitliche Zahlungen, etwa ausbezahlte Zinserträge berücksichtigt und abzieht. Deshalb ist die Duration meist kürzer als die Restlaufzeit. Wenn die Zinsen schnell und stark steigen – so geschehen in den USA von null auf fünf Prozent – steigt auch das Durations-Risiko von Anleihen. Gerade in solchen Marktphase, sollte man besonders auf die Duration von Anleihen achten. Eine Duration von zwei bedeutet beispielsweise, dass der Wert einer Anleihe oder eines Anleihenfonds oder ETFS um zwei Prozent fällt, wenn die Zinsen um einen Prozent steigen. Ein Fonds oder eine Anleihe mit einer Duration von vier fällt bei einem Zinsanstieg um einen Prozent sogar um vier Prozent. Auch wenn man die Verluste nicht realisiert, weil man die Anleihe oder den Anleihen-Fonds oder ETF nicht vor der
Laufzeitende verkaufen möchte, in den Bilanzen scheinen die Kursverluste vor Laufzeitende auf - und genau das ist momentan das Problem vieler Banken, auch wenn sie die Verluste nicht realisieren.
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